Uwe Boll als politischer auteur am Beispiel von RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT

1. Einleitung – Uwe Boll und sein Werdegang

Dr. Uwe Boll ist ohne jeden Zweifel der weltweit berüchtigtste deutsche Filmemacher. Und nicht nur das: Er gilt auch als einer der schlechtesten Regisseure aller Zeiten. Grund dafür ist hauptsächlich seine Arbeit an mehreren Videospielverfilmungen, von denen sich aktuell fünf Stück unter den „Bottom Rated Movies“, den 100 am schlechtesten bewerteten Filme auf IMDB wiederfinden lassen.[1] Besagte Spieleadaptionen riefen bei manchen Fans der adaptierten Spiele einen so großen Hass hervor, dass sie deren Schöpfer gar mittels einer von ihnen gestarteten Online-Petitionen dazu aufforderten, seine Karriere zu beenden.[2] Dadurch hat Boll sich allerdings nicht von seiner Tätigkeit abbringen lassen. Im Gegenteil: Innerhalb der letzten paar Jahre hat er immer wieder auf allen ihm zur Verfügung stehenden medialen Plattformen verkündet, dass er für alle, die ihn kritisieren, nichts als Verachtung empfindet. Prominent dürfte hier vor allem der Vorfall sein, bei dem er seine Kritiker öffentlich dazu herausforderte, in einem Boxkampf gegen ihn anzutreten.[3] Boll ist jedoch nicht nur durch sein Auftreten im Ring über seine Filmkarriere hinaus medial bekannt. Ebenso betreibt er einen privaten YouTube-Kanal, für den er regelmäßig Videos produziert. In diesen hetzt er gewöhnlich unter Verwendung deftiger Sprache gegen die Filmindustrie generell und das Blockbusterkino im Besonderen. Diese seien nämlich schuld daran, dass er seine kleinen Projekte nicht mehr finanzieren könne.[4] Ein ähnlich vulgäres Verhalten inklusive Beleidigungen gegenüber anderen Filmschaffenden[5] legt er aber auch in Interviews, bei Fernsehauftritten sowie jeder anderen entsprechenden Gelegenheit an den Tag.

Aus dieser von manchen als „Authentizität“ gesehenen, spezifischen Medienpräsenz scheint inzwischen sogar eine Vermarktungsstrategie geworden zu sein. So heißt Bolls Autobiografie Ihr könnt mich alle mal! Vom Kurzfilmer in Burscheid zum meistgehassten Regisseur Amerikas und eine Dokumentation über ihn trägt den Titel FUCK YOU ALL: THE UWE BOLL STORY (CA/USA 2018). Provokation und ungezügelte Wut gehören inzwischen unverkennbar zur Marke Uwe Boll. Das zeigt sich auch in einem Großteil seines filmischen Werkes. Vor allem im düsteren Weltbild, welches in seiner RAMPAGE-Trilogie (D/CA/USA 2009-2016) vermittelt wird. Im Folgenden soll darauf bezogen der Frage nachgegangen werden, inwiefern diese drei Filme durch die Linse der Autorentheorie analysiert werden können und was sich durch eine derartige Auslegung weiterführend über Bolls Œuvre sowie ihn als Person und Autor aussagen lässt.

 

2. Geschichte und Entwicklung der Autorentheorie

Was ist es aber überhaupt, was jene viel diskutierte „Autorentheorie“ ursprünglich besagte? Zuerst einmal handelt es sich bei „auteur theory“ gar nicht um den Begriff, welcher eingangs für das damit Gemeinte verwendet wurde.[6] Dahingegen taucht die Formulierung „politique des auteurs“ zum ersten Mal in Zusammenhang mit der sich gerade formierenden Filmbewegung Nouvelle Vague im Frankreich der 1950er Jahre auf. Genauer gesagt stützte sie sich auf François Truffauts berühmtem Text „Une certaine tendance du cinéma français“, welcher 1954 in der ebenso berühmten Filmzeitschrift Cahiers du cinéma erschien und in den Folgejahren zum Gründungsdokument eben jener politique sowie der aus dieser hervorgegangenen Nouvelle Vague avancierte.[7] In ihm kritisierte Truffaut eine sogenannte „Tradition der Qualität“[8] im kontemporären französischen Kino und forderte des Weiteren in einem späteren Text eine neue, persönlichere Art des Filmemachens.[9] Andere Kritiker der Cahiers wie André Bazin, Jacques Rivette oder Jean-Luc Godard verfassten daraufhin ebenfalls Beiträge, in welchen sie sich von diesen Gedanken ausgehend mit einer politique des auteurs befassten. Auf diese Weise entstanden vor allem zahlreiche Lobpreisungen klassischer Hollywood-Regisseure wie Alfred Hitchcock oder Howard Hawks.[10] Aus Truffauts Text ergab sich außerdem die heute geläufige Unterscheidung zwischen einem Regisseur als „réalisateur“, der als bloßer Handwerker einen filmischen Stoff umsetze, und dem „auteur“, der einen individuellen Stil in das Projekt mit einfließen lasse und deshalb wie der Verfasser eines Buchs als Autor des Films gesehen werden könne.[11] Durch diese Kategorisierung sollten unter anderem populäre Genrefilme auf eine Stufe mit den bereits „hochkulturell etablierten Künsten“ gehoben werden,[12] weshalb im Zuge dessen auch viele Regie-Altmeister retroaktiv zu großen Autoren der Filmgeschichte erklärt wurden.[13] Die Kategorie auteur ist hier also, wie es für einen Großteil der bisherigen Filmgeschichtsschreibung der Fall ist, eindeutig positiv konnotiert. Doch wie kam es dann dazu, dass ein halbes Jahrhundert später im Zuge der Popularisierung des sogenannten „vulgar auteurism“ plötzlich auch von der Kritik gering geschätzte Filmemacher wie Michael Bay in diese eingeordnet werden?

Zum ersten Mal wurde die Bezeichnung 2009 von dem für Cinema Scope schreibenden Andrew Tracy in einem Artikel über das Schaffen des Regisseurs Michael Mann verwendet.[14] Das hinzugefügte Prädikat “vulgar” beziehe sich dabei auf

[…] qualities of mass entertainment like genre, violence, pulp, etc. that still retains a thematic and aesthetic continuity over their [the filmmakers] body of work.[15]

Ausgehend von dieser Definition waren es gerade Filmenthusiasten außerhalb des akademischen Diskurses, die den Begriff begeistert aufnahmen und in zahlreichen weiteren Blogposts und Meinungsartikeln verwendeten.[16] Er wurde wie die politique des auteurs genutzt, um Filmemacher, denen zuvor in der Filmkritik und -wissenschaft nicht das ihnen zustehende Maß an Wertschätzung zugekommen sei, endlich in die Ränge der Autoren aufnehmen zu können.[17] Es ergibt also durchaus Sinn, hier von einer Art Neuentdeckung der politique für das Zeitalter des Internets und der Fankulturen zu reden. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass – während bei Truffaut und Co noch Komödien und Western besprochen wurden – jetzt vor allem Regisseuren von Action- und Horrorfilmen diese Revision zugutekommt. In diesem Sinne kürte die neue Generation an Cinephilen vor allem Veteranen des Genrekinos wie z.B. John Carpenter, Walter Hill oder Brian De Palma aber auch in ihrer Tätigkeit jüngere Filmemacher wie Rob Zombie, Michael Bay und Paul W. S. Anderson zu (vulgären) Autoren.[18]

Daraufhin wurden die kritischen Stimmen natürlich laut. Beispielsweise wurde der Begriff auf GoodTrash Media als „unnecessary modifier“[19] kritisiert:

[…] [I]t was always high-brow and low-brow directors for the gang at Cahiers du Cinema. Sure they had their Rossellini’s and Bergman’s but they also loved Howard Hawks and Sam Fuller and applied their model of analysis equally to all of them.[20]

Ein ebenfalls nennenswerter Punkt wurde 2013 von Joshua Brunsting in einem Artikel für CriterionCast angeführt. Seine Kritik bezog sich auf die angeblich fälschlicherweise angenommene, positive Konnotation des Begriffs. Er schreibt:

A film like Lords Of Salem is in no way a “great” film. […] However, the sense of vitality given to the film by the director is absolutely breathtaking. Given this picture and much of his previous live action film, Halloween 2, one can […] see […] that Zombie has become as singular a filmmaker as there is in today’s horror cinema. In other words, a Rob Zombie film looks like nothing else on this planet. And it certainly doesn’t look like any other film being made by a less singular and auteurist a filmmaker.[21]

Interessanterweise handelt es sich hierbei um ein Argument, welches zuvor bereits zur Verteidigung des Autorenbegriffes im wissenschaftlichen Diskurs verwendet wurde. So heißt es bereits bei Grob, dass im Bezug auf die Filmkritik „Auteur/Réalisateur […] distinktive, aber keine wertenden Kategorien [sind]“.[22] Die Kategorie Autor wird entwertet. Das widerspricht, wie bereits herausgestellt, der Art und Weise, auf die der Begriff in einem Großteil der bisherigen Filmgeschichtsschreibung verwendet wurde. Genauso positiv wertend wie bei den Fimkritikern der Cahiers sind auch die Zuschreibungen von Autorenschaft seitens der Anhänger des vulgar auteurism gemeint. Jedoch stellen gerade letztere – ob gewollt oder nicht – eine Herausforderung für dieses herrschende Paradigma dar. Die bloße Existenz der Bewegung lässt es zweifelhaft scheinen, dass entsprechende Regisseure bisher aufgrund der angeblichen Minderwertigkeit ihres Schaffens aus der filmwissenschaftlichen Kanonbildung ausgeschlossen wurden. Ob es für diese Erkenntnis zwangsweise einen neuen Sub-Terminus gebraucht hat, ist zwar fraglich; die Ergebnisse des Diskurses sprechen gleichwohl für sich: Wer oder was einen auteur ausmacht, ist und bleibt umstritten.

 

3. Der Autor in der RAMPAGE-Trilogie

3.1 Uwe Boll als auteur

Wie lässt sich dies nun auf Uwe Boll und seine Filme übertragen? Einerseits scheint eine generelle Anerkennung als „guter“ Regisseur ausgehend von der vorangegangenen Betrachtung kein notwendiges Kriterium für einen Status als auteur zu sein. Ebenso zieht sich besagte „aesthetic continuity“[23] durch sein gesamtes Werk und eine thematische findet sich zumindest in einem Teil desselben. Demzufolge wäre eine solche Einordnung nicht unbedingt abwegig und trotz einiger Vorbehalte möglich.  Andererseits drehte Boll jedoch laut eigener Aussage viele seiner Filme (gerade die Videospielumsetzungen) nur, um mit dem entstandenen Profit direkt andere Projekte finanzieren zu können.[24] Er hatte keinerlei Interesse am umgesetzten Material, weshalb diese Werke auch kaum nennenswerte thematische Merkmale einer spezifischen künstlerischen Vision aufweisen. Ausgehend von Truffaut wären diese Videospielverfilmungen also lediglich Arbeiten eines réalisateurs. Doch widerspricht diese Tatsache dem Autorenansatz überhaupt? Zu einem ähnlichen Fall äußerte sich Jacques Rivette als einer der Begründer der ursprünglichen politique des auteurs 2001 in einem Interview. Er sagte über das Schaffen des Hollywood-Regisseurs Raoul Walsh: „[…] whenever he was intensely interested in the story or the actors, he became an auteur – and in many other cases, he didn’t.“ [25] Selbiges würde sich genauso auf den entsprechenden Teil des bollschen Gesamtwerks beziehen lassen. Auch wenn er viele Filme nur des Gewinns wegen gedreht hat, finanziert er von diesem wiederum seine Herzensprojekte, in welchen er dann seine tatsächliche Vision realisiert. Darum ist es, selbst wenn Boll bisher nie in irgendeiner Liste von (vulgären) Autoren aufgezählt wurde, möglich, ihn zumindest unter diesen Umständen als einen solchen zu sehen.[26]

Diejenigen Filme, für die Boll zum auteur wird, weisen – manche mehr als andere – deutlich erkennbare Charakteristika auf. So zeichnen sie sich visuell in erster Linie durch eine rohe und unruhige Ästhetik aus. Eine konstant wackelige Handkamera sowie ein wilder, unübersichtlicher Schnitt sind Standard und gelegentlich lassen sich spontane, unmotivierte Zooms sowie Unschärfen beobachten. Die Filme wirken technisch unausgereift, direkt und nur auf die kompromisslose Kommunikation ihrer Ideen ausgelegt. Viele zentrale Szenen sind außerdem auf eine Weise inszeniert, welche die Optik von Interviewsituationen oder V-Logs imitiert (Abbildung 1.1, 1.2 und 1.3). Beides sind Präsentationsmodi, mit denen Boll bekannterweise gut vertraut ist. Folgt man dieser Interpretation der stilistischen Gestaltung, stellt das Kino für ihn in thematischer Hinsicht genauso wie andere mediale Plattformen eine Möglichkeit dar, ungefiltert seine Meinung zu sagen und (politische) Inhalte didaktisch zu vermitteln. Er nutzt den Film, wie es ein auteur tut: Für die „Bildwerdung einer inneren Realität“[27].

Boll1-Befragung
1.1: Verhör der Gefangenen in STOIC (SIEGBURG CA/D 2009).
Boll2
1.2: Eine der Interviewsituationen in DARFUR.
Boll3
1.3: Echter V-Log Bolls zu Beginn von AUSCHWITZ (gefolgt von realen Interviews).

Laut eigenen Angaben sieht Boll alle von ihm geschriebenen Filme seit POSTAL (CA 2007) als seine wichtigsten und persönlichsten Werke an.[28] Wie seine Vision in diesen hervortritt, unterscheidet sich dabei von Projekt zu Projekt. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie ihrer Zuschauerschaft reale Missstände aufzeigen wollen:[29] In AUSCHWITZ (D 2011) z.B. wird die Geschichtsvergessenheit unter deutschen Schülern zur Schau gestellt, in DARFUR (D/CA/ZA 2009) die Tatenlosigkeit der UN angesichts des dortigen Völkermords angeklagt und in ASSAULT ON WALL STREET (CA 2013) brutal gegen skrupellose Investmentbanker vorgegangen. Am deutlichsten wird seine „vision du monde“[30] allerdings in der RAMPAGE-Reihe bzw. in deren zweitem Teil RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT (D/CA 2014). Deshalb soll dieser hieran anschließend beispielhaft einer genaueren Betrachtung unterzogen werden.

 

3.2 Die Trilogie im Überblick

Bevor wir uns aber der ausführlichen Analyse des besagten Werks widmen, dürfte es sinnvoll sein, erst einmal einen inhaltlichen Abriss der gesamten Serie durchzuführen, damit sich die Punkte der eigentlichen Argumentation leichter nachvollziehen lassen.

Bill Williamson (Brendan Fletscher) ist der ganz normale Sohn einer weißen, amerikanischen Vorstadt-Familie. Das Aussehen seines Vaters erinnert sogar leicht an das berühmte American Gothic Gemälde. Doch obwohl es um seine eigene Existenz gut bestellt zu sein scheint, stimmt etwas mit ihm nicht. Er ist erfüllt von Hass auf das System, welcher sich aufgrund der aktuellen sozio-politischen Lage (u.a. dem Klimawandel, dem amerikanischen Imperialismus, Kapitalismus und der angeblichen Überbevölkerung) in ihm angestaut hat. Eines Tages beschließt er, diesem endlich freien Lauf zu lassen und führt deshalb mehrere Rampages (dt. Amokläufe) durch. Seine Vorhaben steigern sich dabei in ihrer Drastik von Film zu Film, was sich darüber hinaus auch in Bills Charakterentwicklung und den damit verbundenen, immer radikaler werdenden politischen Implikationen der Filme zeigt.

Wenngleich RAMPAGE (D/CA 2009) aus der Logik seiner Fortsetzungen noch ein wenig herausfällt, ist auch hier Bills Amoklauf bereits spezifisch motiviert. Nämlich durch das Bild von der Welt, welches ihm die Medien vermitteln. Es sind die so an ihn herangetragenen Weltuntergangsszenarien, die ihn dazu verleiten, die Bewohner seines Heimatorts Tenderville scheinbar als Maßnahme gegen die Überbevölkerung zu töten. Gleichzeitig raubt Bill jedoch eine Bank aus und will das Massaker am Ende seinem besten Freund anhängen. Denn seine eigentlichen Motive waren über weite Strecken wie er selbst maskiert: Im Angesicht der drohenden Apokalypse sah er die Erbeutung des Geldes für seinen eigenen Profit als das einzig Sinnvolle, was er noch tun könne. Die Bevölkerungsreduktion sei dem gegenüber nur ein Gefallen gewesen, den er der Welt nebenbei getan habe. Im Kontrast zu der Direktheit der anderen beiden Filme, handelt es sich beim ersten Teil um eine zynische und nihilistische Satire auf die Wirtschaftskrise 2007/2008,[31] die durch die Ambivalenz der Figur Bill sowie den Twist am Ende einige Fragen aufwirft.

Das Mittelstück der Trilogie räumt mit vielen Aspekten seines Vorgängers auf. Von der zweifelhaften Figur, welche er am Ende von RAMPAGE darstellt, entwickelt sich Bill mit RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT zu einem wirklichen politischen Akteur. Durch einen Vollbart wirkt auch sein Gesicht jetzt ernster und männlicher. Was bei ihm im ersten Teil noch stumpfer Nihilismus war, ist mit dem Nachfolger zu einer aufrichtigen Überzeugung und politischen Ideologie gereift, von deren Korrektheit und Relevanz er absolut überzeugt ist. Angesichts der immer schlimmer werdenden politischen Lage sieht er sich deshalb nun dazu gezwungen, diese in die ganze Welt hinauszutragen und so den unwissenden Massen die Augen zu öffnen. Um das zu erreichen, stürmt er eine Fernsehstation, erschießt einen Großteil der Belegschaft und nimmt die Überlebenden als Geiseln. Als Bedingung für deren Freilassung verlangt Bill, dass besagter Sender ein von ihm für diesen Zweck produziertes Video landesweit ausstrahlt. In diesem appelliert Bill unmittelbar an die Zuschauenden. Sie sollen endlich aufwachen und erkennen, dass der Kapitalismus und seine Auswüchse die Erde zerstören. Weiterführend fordert er sie dazu auf, gegen diese Zustände und ihre Verursacher zu rebellieren. Konkret heißt das: Die reichen Eliten Amerikas umzubringen. Ein solcher Massenmord wird in RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT jedoch lediglich angekündigt und nicht umgesetzt – noch nicht. Nach vollbrachter Aufklärung der Bevölkerung sprengt Bill das Gebäude mit allen Insassen in die Luft und entkommt fürs Erste erneut der Polizei. In der letzten Szene des Films drückt er einem kleinen Kind, dem er zuvor eine Kopie von The Wolf of Wall Street abgenommen hat, auf offener Straße eine Schusswaffe in die Hand, auf dass es sein Werk vollenden möge.

Die konsequente Fortführung der Ideen des zweiten Teils findet dann im Finale der Reihe statt: In RAMPAGE: PRESIDENT DOWN ist Bill vom redenschwingenden Populisten zum handelnden Revolutionär geworden, der die „große Reinigung“ Amerikas selbst lostritt. Er ist Vater geworden, sowohl eines realen Kindes als auch einer Revolution. Die von ihm zu Beginn durchgeführte Ermordung des Präsidenten, des Vizepräsidenten und des Verteidigungsministers hat letztendlich dazu geführt, dass sich mehr Menschen seiner Sache anschließen. So wird, nachdem das FBI ihn aufgespürt und in einer blutigen Schlacht getötet hat, gezeigt, wie Bills Mitstreiter seine Arbeit zu Ende bringen. Die Unaufhaltsamkeit der durch seinen Tod motivierten Amokläufe gegen die Eliten wird des Weiteren in der Tagline expliziert: „THIS BILL WILL NOT BE VETOED.“

 

3.3 RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT – Absolut und eindeutig

Was macht von diesen Filmen nun gerade RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT so besonders? Einerseits stellt dieser eine ungeheure Weiterentwicklung gegenüber den Themen seines Vorgängers dar. Andererseits ist in ihm aber auch ein Großteil der Sujets seines Nachfolgers bereits angelegt. Kurz gesagt: Er ist von allen drei Filmen der mit dem meisten und wichtigsten Inhalt.

Der größte Unterschied gegenüber dem Erstling der Trilogie wird bereits innerhalb der ersten Minuten deutlich. Von Anfang an wird darauf gesetzt, Bill als unzweifelhaft wahrheitsverkündende Identifikationsfigur zu etablieren. Die gewollte Identifikation mit ihm und seinen Worten, welche in RAMPAGE noch durch einige distanziertere Einstellungen sowie das langfristige Tragen seiner Gasmaske gestört wurden, wird den Zuschauern in der Fortsetzung unmissverständlich aufgezwungen. Sowohl durch eine direkte Ansprache mit Worten ernsthaften politischen Inhalts als auch die Art und Weise, auf welche die Eröffnungsszene inszeniert ist, soll ein Einfühlen in Bill und seine Ideen ermöglicht werden. Dabei wird vor allem mit seinem Gesicht gearbeitet. Gleich zu Beginn wird Bill ausführlich ohne Maske gezeigt und sein neues Aussehen darüber hinaus durch mehrere Großaufnahmen in den Fokus gerückt.  Durch die während dieses Minenspiels zwischengeschnittenen Flashbacks zu den Ereignissen des Vorgängers wird dieses zum Ausdruck einer in ihm stattfindenden Reflexion derselben.

Revisionen am ersten Teil werden nicht nur hinsichtlich Bills Charakter vorgenommen. Auch Handlungselemente werden zum Teil komplett umgedeutet. So wird seine erstmalige Bewaffnung im Nachhinein wie die aktuelle Ausschreitung zu einem Akt erklärt, welcher den politischen Einfluss der Waffenlobby demonstrieren soll. Dieser mache es viel zu leicht, an Gewehre und andere Materialien für Amokläufe zu kommen. Ebenfalls neu ausgelegt wird Bills erstes Bekennervideo. Es wird zur Eröffnung erneut in Ausschnitten gezeigt und dient hier nicht mehr als zynischer Abschlusskommentar, sondern als Grundlage einer Idee, die erst noch zu ihrer Vollständigkeit reifen musste. Dass seine Worte trotz seiner Taten vom Publikum ernstgenommen und für richtig befunden werden sollen und dies auch vom Macher so intendiert ist, wird von diesem nicht nur in den Audiokommentaren zu allen drei Filmen sowie in Interviews angesprochen.[32] Es zeigt sich ebenso eindeutig über die Eröffnungsszene hinaus.

Die Ansichten des Protagonisten decken sich sogar in unwesentlichen Details komplett mit denen Regisseurs. Beispielsweise tätigt Bill relativ früh im Film in einem seiner Videos eine Aussage, welche ohne jegliche Abwandlung genauso gut den Lippen Uwe Bolls in einem Interview hätte entspringen können:

You watch Spielberg’s Lincoln and you actually think the Civil War happened to free the slaves. So that billionaire Spielberg makes you even dumber. And they will make sure that that movie will be screened in schools and in TVs non-stop.

Bei dieser Äußerung handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Auch die komplett überflüssige, exzessive Erniedrigung und Tötung einer Yogalehrerin während der Geiselnahme stellt laut Boll eine persönliche Abrechnung mit seiner ebenfalls yogabegeisterten Ex-Frau dar.[33] Wenngleich die Figur Bill keine Eins-zu-eins-Kopie des Filmemachers darstellt, kann sie hier und über den gesamten Film hinweg im wahrsten Sinne der Wortes als sein Sprachrohr verstanden werden, mittels dessen Boll seine (politischen) Überzeugungen auf direkte Weise teilen und mitteilen kann.[34]

Neben diesen eher kurzen und nebensächlichen Szenen zeigt sich diese Absicht gerade in den Hauptbestandteilen der Handlung. Zum einen tut sie das in der Figur des Fernsehmoderators. Chip Parker (Lochlyn Munro) ist ein erfolgreicher Anchorman für den Fernsehsender WK7 in Washington D.C., welchen Bill für die Umsetzung seines Plans auswählt. Chip ist ein eingebildeter, unzuverlässiger und heuchlerischer Mann. Er beschuldigt seine Kollegen der Inkompetenz, stellt sich dann aber selbst sehr tollpatschig an und zerbricht im Stolpern die Video-Disc, die ihm Bill anvertraut hat und an der das Leben aller Geiseln hängt. Mit diesen Eigenschaften dient er als überzeichnete Repräsentationsfigur für einen spezifischen Typ Mensch: Für diejenigen, die sich aufgrund ihres Einkommens, ihres Ruhms und sozialen Status für etwas Besseres halten. Für diesen Egoismus erhält Chip deshalb im actionreichen Finale eine ganz persönliche Rechnung. Er wird mit einem nicht-tödlichen Schuss bewegungsunfähig gemacht und somit als einer der ersten in der großen Explosion getötet. Anhand seiner wird Rache an all denjenigen verübt, die zwar die Ungerechtigkeit des Systems verstanden haben, diese aber nutzen, um selbst Karriere zu machen; d.h. an überzeugten Kapitalisten.

Bolls Hass auf die reichsten der Reichen, die „Top 0,1 Prozent“ ist sogar noch größer. Das zeigte sich bereits in ASSAULT ON WALL STREET, in welchem der Protagonist nach seinem finanziellen Absturz und dem Selbstmord seiner Frau beginnt, systematisch Wallstreet Banker zu ermorden. In RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT erfolgt die rhetorische Vorbereitung eines ähnlichen Szenarios, welches dann im Nachfolger umgesetzt wird. Die Videoaufzeichnung, welche Bill über den Fernsehsender ausstrahlen lässt, ist die konzentrierte Form eben jener ideologischen Vorarbeit. Dieses Video ist im Vergleich zu dem von ihm im Vorgänger hinterlassenen deutlich energischer, länger und hat den Anspruch, mehr zu sein als eine erschütternde Rede. Wie sich anhand der regelmäßig in den Monolog zwischengeschnittenen, dokumentarischen Fernsehbildern zeigt, sollen den Zuschauern – des Videos wie des Films – damit klare Fakten vorgelegt und schockierende Wahrheiten enthüllt werden. Die Zensur „verbotenen Wissens“ in den amerikanischen Mainstream-Medien; die illegale Datenspeicherung der NSA; die Verfolgung von Edward Snowden und Julian Assange aufgrund ihrer Aufklärungsarbeit; die Korruption der US Regierung; die nur der Stabilisierung des Systems dienende Illusion von Freiheit; der politische Einfluss der Waffenlobby; die Propaganda gegen eine Reformierung des Gesundheitssystems; der Imperialismus und die Kriegsverbrechen der Regierung unter Bush Jr. und Obama; der Verfassungsbruch, den die Existenz von Guantanamo darstellt; der Rassismus und die Korruption des Gefängnissystems und die gesetzliche Sonderstellung reicher Individuen. Mit all dem wird man förmlich erschlagen.

Der energische Ausdruck Bills dient hierbei eher als „Verkaufsargument“ ohnehin wahrer Aussagen. Dennoch ist gerade dieser genauso wie die Inszenierung der Videobotschaft für den Rest der Untersuchung ausschlaggebend. Bedenkt man bei der Analyse des Videos die in 3.1 herausgestellten Merkmale des bollschen Auteurismus, weist die Selbstdarstellung von Bill innerhalb dieser Ansprache nämlich deutliche visuelle Parallelen zu den YouTube-V-Logs auf dem Kanal des Regisseurs (Abbildung 2.1 & 2.2) auf. Aktuell läuft dieser unter dem Namen „Uwe Boll Raw“ und verfolgt, wie in 1. bereits erwähnt, primär das Ziel, sein Image als authentischer „no bullshit“-Mensch aufrecht zu erhalten. Als Konsequenz aus der im Film vorliegenden Inszenierung lassen sich all diese Assoziationen auch auf Bill Williamson und seine Worte übertragen.

Boll4
2.1: Still aus der großen Ansprache in RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT.
Boll5
2.2: Uwe Boll in Uwe Boll Raw: „fuck you all“ (2015).

Ebenso „raw“ ist die zweite Affirmation dieser Verkündigung. Für diese ist Uwe Boll sogar persönlich in der diegetischen Welt des Films anwesend. Als Andy the Producer (Uwe Boll), dem Produzenten von Chip, verständigt er u.a. nach der Geiselnahme die Polizei und nimmt später die Disc mit Bills Video zur Ausstrahlung entgegen. Andy ist eigentlich nur eine Nebenfigur, die für den Film jedoch in einer Szene eine Funktion höchster, thematischer Relevanz erfüllt: Wie es die nicht gezeigten Massen vor ihren Bildschirmen tun, so schaut sich Andy ebenfalls die Live-Übertragung von Bills Botschaft über seinen Computer an. Mit einem zurückgelehnten Kopfnicken und den Worten „He’s totally right.“ kommentiert er seinerseits die Ansprache. Andys Reaktion auf das Gezeigte kann dabei sowohl als repräsentativ als auch als normativ gesehen werden. Zum einen wird von ihm verkündet, dass durch das Sonderprogramm die Einschaltquoten in die Höhe geschossen sind. Zum anderen werden sämtliche von der Hauptfigur getätigten Aussagen von ihm uneingeschränkt für richtig befunden. Selbst wenn Bill und Boll hier separate Figuren darstellen, teilen sie sich in diesem Moment ein politisches Bewusstsein und um dieses hinreichend darzustellen, genügt es bereits, die Handlung des Films entsprechend zusammenzufassen.

 

4. Fazit

In RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT ist keinerlei Trennung zwischen den Positionen des Künstlers und dem Werk selbst vorhanden. Folglich besitzt der Film keinerlei Mehrdeutigkeit und ist bei der Rezeption in all seiner Oberflächlichkeit hinzunehmen. Es besteht keine Möglichkeit einer „Rettung“ des Werks durch das Aufdecken einer ihm zugrundeliegenden Tiefenstruktur.[35] Letztere ist schlichtweg nicht vorhanden. Wie seine anfangs angesprochenen YouTube Videos, die Autobiografie und die Dokumentationen ist der Film eindeutige Propaganda für Uwe Bolls eigene Ideologie. Ausgehend davon könnte man RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT als autorenhaften Propagandafilm bezeichnen, als noch unsubtileres Gegenbild zu Filmen wie AMERICAN SNIPER (USA 2014).[36]

Die durchgeführte Betrachtung Bolls durch die auteur-Linse soll gerade nicht dazu dienen, ihn als missverstandenes Genie darzustellen. Vielmehr soll sie als Beispiel dafür stehen, dass ein Filmemacher keine generelle Anerkennung als talentierter Künstler benötigt, um sich als auteur zu verstehen und als solcher verstanden werden zu können. Darauf bezogen stellt der tradierte, positiv konnotierte Autorenbegriff letztendlich eine Einschränkung der Möglichkeiten der Filmwissenschaft dar. Diskussionen um die Angemessenheit einer solchen Einordnung würden in diesem oder ähnlichen Fällen bloß dem Erkenntnisgewinn im Weg stehen. Oft nämlich lässt sich über einen Text gerade dann neues Wissen gewinnen, wenn man für ihn einen Leseansatz wählt, der den bisherigen Grundlagen der Wissenschaft zuwiderläuft. Das gilt vor allem für Untersuchungen, deren Ergebnisse weniger positiv ausfallen, da sich durch diese die Grenzen der entsprechenden theoretischen Grundlage aufzeigen lassen.

Genauso ist jedoch einzuräumen, dass Autorentheorie nicht das einzige mögliche und sinnvolle Erklärungsmodell darstellt, um sich mit den Inhalten der RAMPAGE-Trilogie kritisch zu befassen. Alternativ ließe sich Bills Vorhaben aus dem ersten Teil z.B. auch als unbewusste Selbstentlarvung Bolls lesen: Ein weißer Mann spielt sich öffentlich als brutaler unangenehmer Dorn im Auge der Gesellschaft auf, ist aber am Ende allein darauf aus, aus der entstanden Situation Kapital zu schlagen. Dieser Interpretation zufolge wäre der Film allerdings – wie man so oft sagt – klüger als der Autor.

 

Literaturverzeichnis

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Boll, Uwe (2017): Ihr könnt mich alle mal!. Vom Kurzfilmer in Burscheid zum meistgehassten Regisseur Amerikas. Bonn.

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Brody, Richard (2013): A Few Thoughts On Vulgar Auteurism. https://www.newyorker.com/culture/richard-brody/a-few-thoughts-on-vulgar-auteurism (09.03.2020).

Brunsting, Joshua (2013): What Vulgar Auteurism Gets Wrong. https://criterioncast.com/ column/what-vulgar-auteurism-gets-wrong (09.03.2020).

Felix, Jürgen (2007): Autorenkino. In: Ders. (Hrsg.): Moderne Film Theorie. Mainz, S. 13-57.

GoodTrash Media (2016): What is Auteurism and How did it Get Here? Part 2. Why Vulgar Auteurism is Bad Practice for GoodTrash Analysis. http://www.goodtrashmedia. com/what-is-auteurism-and-how-did-it-get-here-part-2/ (09.03.2020)

Grob, Norbert (1998): Die List des „auteur“: Plädoyer für eine altmodische Kategorie der Filmkritik. In: Schenk, Irmbert (Hrsg.): Filmkritik. Bestandsaufnahmen und Perspektiven. Marburg S. 127-139.

King, Darryn (2017): Game Over, Uwe Boll. https://www.vanityfair.com/hollywood/ 2017/03/game-over-uwe-boll-worst-director (09.03.2020).

Labuza, Peter (2013): Expressive Esoterica in the 21st Century—Or: What Is Vulgar Auteurism?. https://web.archive.org/web/20140213231319/http://www.labuzamovies. com/2013/06/expressive-esoterica-in-21st-centuryor.html (09.03.2020).

Lehtonen, Jack (2013): Vulgar Auteurism: A Guide Or: The “Mann-Scott-Baysians” https://web.archive.org/web/20130413233326/http://mubi.com/lists/vulgar-auteurism-a-guide-or-the-mann-scott-baysians (09.03.2020).

McWhertor, Michael (2008): Uwe Boll Responds To Million Man Petition: „Look I’m Not A Fucking Retard“ https://www.kotaku.com.au/2008/04/uwe_boll_responds_ to_million_man_petition_look_im_not_a_fucking_retard/ (09.03.2020).

OK:TV Mainz (2014): Uwe Boll über Rampage 2, Barack Obama und Imperialismus. https://www.youtube.com/watch?v=uUki3aYS-Ew (09.03.2020)

Tracy, Andrew (2009): Vulgar Auteurism: The Case of Michael Mann. https://cinema-scope.com/cinema-scope-online/vulgar-auteurism-case-michael-mann/ (09.03.2020).

Truffaut, François (1999a): Eine gewisse Tendenz im französischen Film [1954]. In: Ders.: Die Lust am Sehen. Frankfurt am Main, S.295-313.

Truffaut, François (1999b): Der französische Film krepiert an den falschen Legenden [1957]. In: Ders.: Die Lust am Sehen. Frankfurt am Main, S. 320-335.

Uwe Boll Raw (2015): fuck you all. https://youtu.be/VT1J65KHX8E (09.03.2020).

Walk, Ines (2008): Petition gegen Uwe Boll. https://www.moviepilot.de/news/petition-gegen-uwe-boll-100348 (09.03.2020).

Weinman, Jaime (2013): The artistic genius of Michael Bay. https://www.macleans.ca/ culture/movies/the-artistic-genius-of-michael-bay/ (09.03.2020).

 

Filmverzeichnis

AMERICAN SNIPER (USA 2014), Regie: Clint Eastwood.

ASSAULT ON WALL STREET (CA 2013), Regie: Uwe Boll.

AUSCHWITZ (D 2011), Regie: Uwe Boll.

DARFUR (D/CA/ZA 2009), Regie: Uwe Boll

FUCK YOU ALL: THE UWE BOLL STORY (CA/USA 2018), Regie: Sean Patrick Shaul.

POSTAL (CA 2007), Regie: Uwe Boll.

RAGING BOLL (CA 2010), Regie: Dan Lee West.

RAMPAGE (D/CA 2009), Regie: Uwe Boll. Blu-ray: The Rampage Trilogy. Splendid Film GmbH, D 2016.[37]

RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT (D/CA 2014), Regie: Uwe Boll. Blu-ray: The Rampage Trilogy. Splendid Film GmbH, D 2016.

RAMPAGE: PRESIDENT DOWN (USA/CA 2016), Regie: Uwe Boll. Blu-ray: The Rampage Trilogy. Splendid Film GmbH, D 2016.

STOIC (SIEGBURG CA/D 2009), Regie: Uwe Boll.

 

Anmerkungen

[1] Die Liste nach aktuellem Stand: https://www.imdb.com/chart/bottom?ref_=tt_awd (09.03.2020).

[2] Vgl. Walk (2008) (Internetquelle).

[3] Einige nahmen diese Herausforderung an. Das Ganze wurde als richtiges Event aufgezogen und mit RAGING BOLL (CA 2010) sogar in Form einer Doku festgehalten.

[4] Z.B. im Video zur gescheiterten Kampagne von RAMPAGE: PRESIDENT DOWN (USA/CA 2016) betitelt „fuck you all“ – Uwe Boll Raw (2015) (Internetquelle).

[5] Z.B. die Aussage „I am not a fucking retard like Michael Bay.“– Vgl. McWhertor (2008) (Internetquelle).

[6] Von diesem heute gängigen Begriff war erst 1962 bei Andrew Sarris die Rede – Vgl. Felix (2007), S. 31.

[7] Vgl. ebd., S. 22f.

[8] Vgl. Truffaut (1999a), S. 313.

[9] Vgl. Truffaut (1999b), S. 334f.

[10] Z.B. Bazin (1996).

[11] Vgl. Felix (2007), S. 29.

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. Felix (2007), S. 23.

[14] Vgl. Tracy, Andrew (2009) (Internetquelle).

[15] Labuza zit. nach Cook (2013) (Internetquelle).

[16] Z.B. Weinman (2013) (Internetquelle).

[17] Vgl. Brody (2013) (Internetquelle).

[18] Eine definitive Liste vulgärer Autoren existiert nicht. Eine Auswahl von Regisseuren und Filmen findet sich bei Lehtone​n (2013) (Internetquelle).

[19] Vgl. GoodTrash Media (2016) (Internetquelle).

[20] Vgl. GoodTrash Media (2016) (Internetquelle).

[21] Brunsting (2013) (Internetquelle).

[22] Grob (1998), S. 128.

[23] Labuza zit. nach Cook (2013) (Internetquelle).

[24] „’If House of the Dead totally tanked, I would’ve stopped it right there’, Boll says. ‘But those three films [House of the Dead, Alone in the Dark and BloodRayne] over-performed. I have to drive this as long as it goes. I have to put my personal interests aside. Build my reputation, build capital with it, that I can do more passion projects if I have some money.’” – King (2017) (Internetquelle).

[25] Bonnaud (2001) (Internetquelle).

[26] „Das Autorenkino ist, wie Jean-Luc Godard einmal gesagt haben soll, wie das Leben: Regeln gibt es nicht.“ – Felix (2007), S. 49.

[27] Felix (2007), S. 21.

[28] Vgl. OK:TV Mainz (2014), 00:02:26.

[29] Vgl. ebd.

[30] Felix (2007), S. 29.

[31] Vgl. RAMPAGE deutscher Audiokommentar 00:06:41.

[32] Vgl. Deutsche Audiokommentare. RAMPAGE 00:03:14, RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT 00:06:32, RAMPAGE: PRESIDENT DOWN 00:19:50 und OK:TV Mainz (2014), 00:40:54.

[33] Vgl. RAMPAGE: CAPITAL PUNISHMENT deutscher Audiokommentar 00:44:40.

[34] Diese Eigenschaft ist jedoch nicht auf Bill beschränkt. Z.B. wird eine Zusammenfassung des „Transcripts“ von WikiLeaks Gründer Julian Assange, dessen Inhalt Boll befürwortet (Vgl. OK:TV Mainz (2014), 00:15:57), von einer anderen Figur für das Publikum verlesen. Bill hört in dieser Situation nur zu, greift die Punkte allerdings später wieder auf.

[35] Vgl. Felix (2007), S. 40.

[36] Das Spätwerk Clint Eastwoods wird ebenfalls oft als vulgar auteurism bezeichnet. – Vgl. Lehtone​n (2013) (Internetquelle).

[37] Geschnittene Version mit Audiokommentar. Uncut Version ebenfalls gesichtet.

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